Großer Schwedenbitter

  
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Das Rezept des großen Schwedenbitters ist weniger bekannt als das des kleinen Schwedenbitters.

In der ersten Auflage von Maria Trebens weltbekanntem Kräuterbuch wurde das Rezept des großen Schwedenbitters abgedruckt. In den späteren Auflagen fehlte dieses Rezept und Frau Treben schrieb, dass es ursprünglich ohne ihr Wissen gedruckt worden war. Maria Treben selbst hat ausschließlich Erfahrungen mit dem kleinen Schwedenbitter gemacht.

Hier die Rezeptur des großen Schwedenbitters, wie er von meiner bevorzugten Apotheke (Stadtapotheke Gnädinger in Breisach) hergestellt wird:

·         26 g Aloe

·         18 g Rhabarber

·         18 g Theriak venezian

·         18 g Kalmus

·         13 g Myrrhe

·         9 g Zitwerwurzel

·         7 g Angelikawurzel

·         7 g Enzianwurzel

·         4 g Eberwurz

·         5 g Lärchenschwamm

·         2 g Sennesblätter

·         2 g Kampfer echt

·         2 g Tormentill

·         2 g Bibergail

·         2 g Muskatblüte

·         1-2 g Safran

·         5 g roter Ton - Terra sigulata - Bolus rubra

·         7 g Diotöm - Kieselerde

·         35 g Muskatbohne

·         2,5 Liter Doppelkorn

 

Anmerkungen:

Obiges Rezept entspricht dem Maria-Treben-Rezept vom großen Schwedenbitter in ihren frühen Ausgaben des Buches "Gesundheit aus der Apotheke Gottes". Später wurde dieses Rezept gestrichen, weil Frau Treben nur den kleinen Schwedenbitter empfahl.

Der große Schwedenbitter enthält deutlich mehr Zutaten als der kleine. Wahrscheinlich ist diese Tatsache der Grund für seinen Namen.

Einige der Zutaten sind heutzutage sehr exotisch, z.B. Lärchenschwamm.


 


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Muskatnuss im großen Schwedenbitter?

In vielen Rezepten für den großen Schwedenbitter findet man 35 Gramm Muskatnuss, in anderen Rezepten, unter anderem Maria Trebens erster Buchauflage, hingegen 35 Gramm Muskatbohne.

Muskatbohnen sind mitnichten das Gleiche wie die Muskatnuss, sie sind sogar erheblich unterschiedlich. Die Muskatbohnen sind eine relativ unbekannte Heilpflanze aus Brasilien, die eine milde Wirkung auf das Verdauungssystem haben. Sie sind ein wenig kampferähnlich, weil sie ähnliche ätherische Öle enthalten. Aber sie sind wesentlich sanfter als der Kampfer.

Der Geschmack und Geruch der Muskatbohnen ähnelt in geringem Maße der Muskatnuss, weshalb sie manchmal in der Küche als Ersatz für Muskatnuss verwendet werden. Ihr muskatähnliches Aroma ist jedoch sehr viel sanfter als das der Muskatnüsse.

Da die Muskatbohnen mild sind, kann man sie dem großen Schwedenbitter durchaus in großer Menge beifügen.

Wenn man in die Mischung des großen Schwedenbitters jedoch 35 Gramm Muskatnuss geben würde, dann hätte er wohl eine sehr unangenehme Wirkung.

Muskatnuss in so großen Mengen bewirkt Übelkeit und kann auch zu Halluzinationen führen. Daher verwendet man Muskatnuss auch in der Küche immer nur in kleinen Mengen.

Wenn man noch nie von der Muskatbohne gehört hat, was wohl auf die meisten Menschen zutrifft, dann kommt man leicht auf die Idee, dass eigentlich Muskatnuss gemeint sein soll. Aber 35 Gramm Muskatnuss sind einfach zu viel für die große Schwedenbitter Mischung.

Mehr Informationen über Muskatbohne finden Sie auf Seite 47.


 
































































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